Wie grün kann Strom sein?

Lichtschalter und Steckdose mit grünen Blättern darinSeit der Liberalisierung des Energiemarktes in Deutschland können Stromkunden ganz leicht ihren Lieferanten wechseln. Der neue Wettbewerb hat dazu geführt, dass neue Stromanbieter auf dem Markt aufgetaucht sind. Wir haben beschlossen, dass wir auch am neuen Wohnort nicht bloß möglichst billigen Strom beziehen wollen, sondern mit unserem Kaufverhalten einen konkreten Beitrag zum Umweltschutz leisten möchten.

Öko-Strom verdrängt Atom- und Kohlestrom

Energie aus Atomkraft lehnen wir als umweltschädlich ab, weil seine Erzeugung große Risiken birgt und die Entlagerung des Atommülls sehr teuer und völlig ungeklärt ist. Und Strom aus Braun- und Steinkohle wollen wir vermeiden, weil seine Produktion viel Kohlendioxid freisetzt und das Weltklima belastet. Inzwischen gibt es aber eine Reihe von umweltfreundlichen Stromanbietern, die ihre Energie beispielsweise aus Sonnen-, Wasser- oder Windenergie erzeugen. Wer auf umweltfreundliche Energie umsteigt, kann dazu beitragen, Atom- und Kohlestrom aus dem Markt zu verdrängen.

Aufschlagmodell

Für Öko-Strom gibt es vor allem drei Modelle: Beim Aufschlagmodell zahlt man auf die normale Stromrechnung einen Öko-Aufpreis, mit dem saubere Kraftwerken gefördert werden. Man bleibt als Kunde aber beim alten Anbieter, der letztlich nur Strom aus seinen bereits vorhandenen Wasserkraftwerken teurer verkauft – oder einen sogar weiter mit Atom- oder Kohlestrom beliefert.

Jahresmengenmodell

Beim Jahresmengenmodell wird die verbrauchte Strommenge irgendwo und irgendwann im laufenden Jahr mit sauberen Energieanlagen produziert. Das kann beispielsweise zugekaufter Strom aus alten Wasserkraftwerken in Norwegen sein. Man wird aber häufig weiter mit Atom- oder Kohlestrom beliefert und der Bau umweltfreundlicher Kraftwerke kommt nur langsam voran.

Vollversorgungsmodell

Wir haben uns aber schon vor Jahren für einen Anbieter nach dem Vollversorgungsmodell entschieden. Denn nur beim Vollversorgungsmodell ändert sich der Strommarkt wirklich! Nur bei diesem Modell wird die Öko-Energie zeitgleich mit Ihrem Verbrauch rund um die Uhr das ganze Jahr produziert und geliefert. Nur in diesem Fall werden für einen rasch neue, umweltfreundliche Kraftwerke gebaut. Und nur bei diesem Modell werden Atom- und Kohlestrom aus dem Strommarkt verdrängt.

Öko-Strom ist nicht teuer

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Unternehmen, die Strom nach ökologischen Gesichtspunkten erzeugen und vermarkten. Unter diesen Unternehmen gibt es mehrere, die bundesweit saubere Energie nach dem Vollversorgungsmodell anbieten. Hierzu gehören die EWS Schönau GmbH, die Greenpeace Energy eG, die Lichtblick GmbH oder die Naturstrom AG. Auch viele örtliche Stadtwerke bieten Öko-Strom an. Und das beste ist, er ist meist nur geringfügig teurer und oft sogar billiger als bei einem herkömmlichen Stromanbieter.

Lesen Sie dazu mehr: Tipps zum Energiesparen

Internet-Seiten der genannten Öko-Stromanbieter:
EWS Schönau GmbH: http://www.ews-schoenau.de/
Greenpeace Energy eG: http://www.greenpeace-energy.de/
Lichtblick GmbH: http://www.lichtblick.de/
Naturstrom AG: http://www.naturstrom.de/

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